---
title: "DR Kongo: Ebola gefährdet die Bildung von Hunderttausenden Kindern"
description: "Hunderttausende Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind laut dem Norwegian Refugee Council (NRC) aufgrund des bislang schwersten und tödlichsten Ebola-Ausbruchs im Land von Unterbrechungen ihrer Schulbildung betroffen."
url: "https://www.nrc-hilft.de/beitrag/2026/dr-kongo-ebola-gefahrdet-die-bildung-von-hunderttausenden-kindern2"
language: "de"
published: "2026-10-06T09:50:34Z"
modified: "2026-10-06T09:50:34Z"
---

NRC verteilt Hygienesets im Rahmen der Virusprävention und -bekämpfung in der Provinz Ituri im Osten der DR Kongo. Foto: NRC

# DR Kongo: Ebola gefährdet die Bildung von Hunderttausenden Kindern

Hunderttausende Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind laut dem Norwegian Refugee Council (NRC) aufgrund des bislang schwersten und tödlichsten Ebola-Ausbruchs im Land von Unterbrechungen ihrer Schulbildung betroffen.

Pressemitteilung

[DR Kongo](https://www.nrc-hilft.de/thema?categoryId=47)

Veröffentlicht 06. Okt. 2026

Der Schulbetrieb und die Anwesenheit der Schüler\*innen werden durch die Angst vor der Krankheit, erhebliche Lücken bei der Infektionsprävention und -bekämpfung, einen Mangel an sanitären Einrichtungen sowie an psychosozialer Betreuung beeinträchtigt. Damit Kinder in den betroffenen Gebieten ihr Lernen in einer sicheren Umgebung fortsetzen können, sind dringend Investitionen in die Schulen nötig.

In den von Ebola betroffenen Gebieten befinden sich 5.700 Schulen, die von rund 1,8 Millionen Kindern besucht werden. Diese Schulen liegen jedoch weiterhin außerhalb der Reichweite von Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle. In Provinzen wie Ituri, Nord-Kivu und Haut-Uéle, in denen das Virus noch immer übertragen wird, haben fast 90 Prozent der Schüler\*innen keine Unterstützung in Bezug auf Hygiene oder sanitäre Einrichtungen erhalten.

„Kindern sollte Bildung nicht vorenthalten werden, nur weil ihre Familien befürchten, dass Schulen keine sicheren Orte sind. Auch sollten Eltern nicht zwischen der Sicherheit ihrer Kinder und dem Wunsch, dass diese eine Bildung erhalten und sich eine bessere Zukunft aufbauen können, wählen müssen”, sagt Eric Batonon, Landesdirektor des NRC in der DR Kongo.

„Wir brauchen dringend mehr Investitionen in die Sanitärversorgung, in Hygienemaßnahmen und in Maßnahmen zur Infektionsprävention. Nur so können Kinder sich die Hände waschen und in den Klassenzimmern Abstand halten. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass viele junge Menschen im Osten der DR Kongo aufgrund anhaltender Gewalt und Vertreibung bereits mehrere Jahre ihrer Schulbildung verpasst haben.“

Seit Beginn des neuen Schuljahres verzeichnen mehrere Schulen in Bunia, dem Epizentrum des Ausbruchs, ungewöhnlich niedrige Anwesenheitszahlen. Die Eltern führen als Gründe Bedenken hinsichtlich einer Ebola-Übertragung sowie das Fehlen von Maßnahmen zur Infektionsprävention an.

Die Angst vor Ebola wirkt sich auch direkt auf die Kinder aus. Lehrkräfte aus Schulen in Ituri haben dem NRC berichtet, dass einige Kinder in Panik geraten und weglaufen, wenn sie Fahrzeuge oder Mitarbeitende humanitärer Organisationen sehen. Sie bringen deren Anwesenheit mit den Maßnahmen gegen Ebola in Verbindung. Um diese Ängste abzubauen, bietet das NRC im Rahmen des Better Learning Programme Veranstaltungen und Aktivitäten für Kinder an. Diese sollen ihnen helfen, besser mit Stress umzugehen.

NRC weitet seine Maßnahmen gegen den Ebola-Ausbruch im Osten der DR Kongo aus. Silvia Beccacece, die Leiterin des Notfallteams, sagt aus Bunia: „Angst und Fehlinformationen erhöhen das Risiko einer Ebola-Infektion noch weiter. Für Familien, die Angehörige verloren haben, können der Schmerz und die Ungewissheit überwältigend sein. Auch Kinder erleben diese Verluste. Sie verlieren Eltern, Verwandte und Freunde. Kinder unter fünf Jahren machen einen hohen Anteil der Betroffenen aus. Daher muss der Schutz ihres Wohlergehens im Mittelpunkt der Hilfsmaßnahmen stehen. Sie brauchen sichere Orte, an denen sie verstehen können, was passiert, und an denen ihre Sorgen ernst genommen werden.“

NRC arbeitet mit den Gemeinden zusammen, um sicherzustellen, dass die Menschen klare und leicht zugängliche Informationen über Ebola erhalten. Diese Informationen betreffen die Verbreitung des Virus, Möglichkeiten des Schutzes und die Arbeit humanitärer Teams zur Unterstützung der Bevölkerung.

„Gesundheitsmaßnahmen und psychosoziale Unterstützung müssen Hand in Hand gehen, damit Kinder trotz der Krise wieder zur Schule gehen und weiterlernen können. Für viele Schüler\*innen folgt dies auf Jahre der Unterbrechung. Ein kontinuierlicher Zugang zu Bildung ist unerlässlich, damit sie ein Gefühl der Stabilität bewahren und optimistisch in die Zukunft blicken können“, fügt Beccacece hinzu.

**Hinweise für die Redaktionen:**

- Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist mittlerweile der größte und tödlichste in der Geschichte der DR Kongo mit 8.442 bestätigten Fällen und 4.080 Todesfällen ([Institut National de Sante Publique](https://insp.cd/sitrep-n141-mve-bdbv-01-10-2026/)).
- Das Bildungsangebot ist durch den Ausbruch beeinträchtigt, wodurch Hunderttausende Kinder betroffen sind ([Education International](https://www.ei-ie.org/en/item/33036:dr-congo-ebola-is-undermining-education-and-increasing-the-vulnerability-of-school-communities)).
- Die internationalen Gesundheitsorganisationen betrachten die anhaltenden Ebola-Übertragungsraten in Ituri, Nord-Kivu und Haut-Uélé weiterhin mit großer Sorge ([ECDC](https://www.ecdc.europa.eu/en/ebola-outbreak-democratic-republic-congo-and-uganda)).
- 5.700 Schulen, die von rund 1,8 Millionen Kindern besucht werden, sind weiterhin nicht mit Maßnahmen zur Infektionskontrolle ausgestattet. Dies entspricht 89,2 Prozent des ermittelten Bedarfs ([DR Congo Education Cluster](https://reliefweb.int/report/democratic-republic-congo/impact-de-la-crise-ebola-sur-le-secteur-de-leducation-septembre-2026)).
- Mehr als 98 Prozent der Kinder, die noch nicht erreicht wurden, leben in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Haut-Uélé in der DR Kongo ([DR Congo Education Cluster](https://reliefweb.int/report/democratic-republic-congo/impact-de-la-crise-ebola-sur-le-secteur-de-leducation-septembre-2026)).
- Mit über 60 Prozent weisen Kinder unter fünf Jahren die höchste Sterblichkeitsrate auf, verglichen mit rund 40 Prozent bei Erwachsenen ([WHO](https://www.afro.who.int/countries/democratic-republic-of-congo/news/caring-children-ebola-democratic-republic-congo)).
- Ein Teil der Hilfsmaßnahmen des NRC besteht darin, mit betroffenen Gemeinden und Schulen zusammenzuarbeiten, um psychosoziale Unterstützung zu leisten. Das Better Learning Programme (BLP) des NRC hilft Kindern, mit dem durch den Ausbruch verursachten Stress und ihren Ängsten umzugehen, und stärkt ihr Sicherheitsgefühl ([BLP](https://www.nrc.no/resources/fact-sheets/the-better-learning-programme-fact-sheet)).

**Für weitere Informationen oder um ein Interview zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an:**

- Zoe-Marie Lodzik, Communication Adviser, NRC Deutschland: zoemarie.lodzik@nrc-hilft.de, +49 151 578 60663
- NRC Norwegian Refugee Council weltweite Medien-Hotline: media@nrc.no, +47 905 62 329
