Lesen Beschriftung Khitam ist 54 Jahre alt und stammt aus Syrien. Sie lebt zusammen mit 1.500 anderen Geflüchteten in einem der größten Flüchtlingslager im Libanon. Sie ist eine der sieben Frauen, die das Essen kochen, dass an die Geflüchteten in dieser und anderen Siedlungen verteilt wird. Foto: Racha El Daoi/NRC

Libanon: Kochen für die Geflüchteten

Racha El Daoi|Veröffentlicht 21. Nov 2019
„Zu wissen, dass ich dazu beitrage, dass die Kinder etwas zu essen haben, ist die harte Arbeit wert“, sagt die Syrerin Khitam. Zusammen mit NRC Flüchtlingshilfe versorgt sie 300 Familien, die von den Winterstürmen im Libanon betroffen sind, mit warmen Mahlzeiten.

Khitam ist 54 Jahre alt und stammt aus Syrien. Sie lebt zusammen mit 1.500 anderen Geflüchteten in einem der größten Flüchtlingslager im Libanon. Sie ist eine der sieben Frauen, die das Essen kochen, das an die Geflüchteten in dieser und anderen Siedlungen verteilt wird.

Dieser Winter erwies sich für die Tausenden vertriebenen Syrerinnen und Syrer im Libanon als sehr hart. Die Stürme „Norma“ und „Miriam“ verursachten landesweit Schäden an Infrastruktur, Straßen und Häusern und brachten so mindestens 70.000 Geflüchtete in Gefahr. Viele mussten an andere Orte evakuiert werden, da ihre Zelte wegen der Überschwemmungen zusammenbrachen.

„Ich arbeite, damit ich Geld zum Leben habe. Ich bin in einer sehr schlimmen Lage und habe sonst niemanden, der für mich sorgen kann“, sagt Khitam.

Dank der Großzügigkeit unserer privaten Spender konnte NRC Flüchtlingshilfe eine libanesische Organisation vor Ort unterstützen, die Union of Relief and Development Associations (URDA), welche in einer Flüchtlingssiedlung in der Bekaa-Ebene im Ostlibanon eine Küche einrichtete. URDA stellt Geflüchtete an, die für Tausende Geflüchtete in den Zeltsiedlungen Essen kochen und verteilen.

Lesen Beschriftung Im März 2019 unterstützte NRC Flüchtlingshilfe die Zubereitung von über 1.500 Mahlzeiten für 300 geflüchtete Familien, von denen die meisten nach den Winterstürmen aus ihren Unterkünften evakuiert wurden. Einige von ihnen konnten noch immer nicht zurückkehren, da ihre Zelte noch instand gesetzt werden müssen. Foto: Racha El Daoi/NRC

 

Flucht aus Syrien vor sechs Jahren

Vor sechs Jahren floh Khitam mit ihrem Mann und ihren Kindern aus Homs in Syrien in den Libanon. Ihr Mann starb drei Jahre später und sie blieb allein zurück.

„Meine Kinder haben selbst Familien und können kaum ihre eigenen Kinder ernähren. Ich würde sie niemals darum bitten, sich auch noch um mich zu kümmern“, sagt sie.

Sie ist froh, Mitglied der Gruppe zu sein, die im Lager kocht.

„Für andere Geflüchtete Essen zu kochen, macht mich glücklich, und von dem Geld, das ich verdiene, kann ich leben. Es ist harte Arbeit – wir machen alles: Hühnerfleisch schneiden, Reis kochen, sauber machen und das Essen für über 1.000 Menschen verpacken.“

Lesen Beschriftung Dieser Winter erwies sich für die Tausenden vertriebenen Syrerinnen und Syrer im Libanon als ein sehr harter. Die Stürme „Norma“ und „Miriam“ verursachten landesweit Schäden an Infrastruktur, Straßen und Häusern und brachte so mindestens 70.000 Geflüchtete in Gefahr. Viele mussten an andere Orte evakuiert werden, da ihre Zelte wegen der Überschwemmungen zusammenbrachen. Foto: Racha El Daoi/NRC

 

Über 1.500 Mahlzeiten für 300 geflüchtete Familien

Im März 2019 unterstützte NRC Flüchtlingshilfe die Zubereitung von über 1.500 Mahlzeiten für 300 geflüchtete Familien, von denen die meisten nach den Winterstürmen aus ihren Unterkünften evakuiert wurden. Einige von ihnen konnten noch immer nicht zurückkehren, da ihre Zelte noch instand gesetzt werden müssen.

Khitam und die anderen Frauen bekommen viel positives Feedback von den Leuten. Sie sagen, dass sie das Essen mögen.

Durch das Kochen kommen die Frauen zusammen und können sich etwas von ihrem Leben als Geflüchtete ablenken.

„Zu wissen, dass ich dazu beitrage, dass die Kinder etwas zu essen haben, ist die harte Arbeit wert“, sagt Khitam.

Lesen Beschriftung Khitam und die anderen Frauen bekommen viel positives Feedback von den Leuten. Sie sagen, dass sie das Essen mögen. Foto: Racha El Daoi/NRC