Lesen Beschriftung Foto: Ingrid Prestetun/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in Mali

Gewalt und Angriffe bewaffneter und radikaler Gruppen haben in Mali Tausende von Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. NRC Flüchtlingshilfe setzt sich dafür ein, den Bedarf der Betroffenen zu decken.

Die humanitäre Lage

Als im Jahr 2012 bewaffnete Gruppen die Kontrolle über die nördlichen Regionen Malis übernahmen, wurden über eine halbe Million Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Rund 150.000 Menschen flohen in Nachbarländer, Hunderttausende wurden innerhalb Malis vertrieben.

Im Juni 2015 wurde von den zwei größten bewaffneten Koalitionen und der malischen Regierung ein Friedensabkommen unterzeichnet. Seitdem sind die Behörden nach und nach in den Norden zurückgekehrt und bieten in den größten Städten staatliche Basisdienstleistungen an. In vielen abgelegenen Regionen fehlt es jedoch nach wie vor an Grundversorgungsleistungen wie medizinischer Versorgung und Bildung. Hinzu kommt, dass die Konflikte in den zentralen Regionen exponentiell zugenommen haben.

Während diejenigen, die seit dem Ausbruch des Konflikts in ihren Heimatregionen geblieben sind, nun mit Gewalt, Armut und Ernährungsunsicherheit konfrontiert sind, steigt die Zahl der Binnenflüchtlinge weiter an. Im Jahr 2020 flohen über 290.000 Menschen in Nord- und Zentralmali wegen interkommunaler Auseinandersetzungen, einer Zunahme bewaffneter Gruppen und Militäroperationen aus ihrer Heimat. Zusätzlich befinden sich in Mali 47.000 Geflüchtete aus anderen Ländern. Der humanitäre Bedarf ist enorm: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen brauchten im Jahr 2020 über 6,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Wir bemühen uns, sowohl den Binnenvertriebenen als auch den am meisten gefährdeten Menschen, die in ihrer Heimat geblieben sind, lebensrettende Soforthilfe und langfristige Unterstützung zu leisten.

Wir setzen wir uns dafür ein, dass die internationale Gemeinschaft ihr Engagement für Mali verstärkt und sich dabei nicht nur auf Sicherheitsfragen, sondern auch auf humanitären Zugang und den Bedarf der Vertriebenen konzentriert.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Mali ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Food for Peace (FFP)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (DEVCO)

Französische Entwicklungsbank (AFD)

Norwegisches Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)