Lesen Beschriftung Foto: Ingrid Prestetun/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in Nigeria

Terror und Brutalität zwingen Millionen Menschen in Nigeria zur Flucht aus ihrer Heimat.

Die humanitäre Lage

Die Krise im Nordosten Nigerias ist von akutem humanitärem Bedarf, brutaler Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und Vertreibung geprägt. Die COVID-19-Pandemie hat die Not noch vergrößert: Insgesamt 10,6 Millionen Menschen brauchen dringend humanitäre Hilfe - vor COVID-19 waren es 7,9 Millionen.

Der seit zwölf Jahren andauernde Konflikt hat Leben, Infrastruktur, Grundversorgung und das soziale Gefüge zerstört. In den BAY-Bundesstaaten (Borno, Adamawa und Yobe) leben 1,9 Millionen Binnenvertriebene. Mehr als die Hälfte lebt in lokalen Gemeinden, was für diese aufgrund der ohnehin schon knappen Ressourcen eine große Belastung bedeutet. Die Lebensbedingungen in den Lagern sind mangelhaft. Sie sind überfüllt, der Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen ist begrenzt, die Unterkünfte sind unzureichend und es gibt kaum medizinische Versorgung.

In den BAY-Bundesstaaten gibt es kaum Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Generationen von Kindern haben keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und stehen damit vor einer ungewissen Zukunft. Die meisten Vertriebenen haben ihre Papiere entweder auf der Flucht verloren oder nie welche bekommen. Vertreibung, Gewalt und Wirtschaftskrisen haben im Jahr 2020 in den BAY-Staaten zu einer schweren Ernährungskrise geführt. Die Zivilbevölkerung, darunter auch humanitäre Hilfskräfte, ist nach wie vor das Ziel von tödlichen Angriffen durch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen und die Transportwege sind weiterhin nicht sicher.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe ist seit 2015 im Nordosten Nigerias im Einsatz. Wir arbeiten in den Bereichen Lebensunterhalt und Ernährungssicherheit, Rechtsberatung, Unterkünfte, sauberes Wasser, Bildung sowie Koordination innerhalb und außerhalb von Flüchtlingslagern. Außerdem leisten wir Nothilfe über den Rapid Response Mechanism.

Die wichtigsten Aspekte unserer Arbeit sind für uns die Würde und die Rechte der Menschen und wir bemühen uns, dauerhafte Lösungen für die von Konflikten betroffenen Menschen zu finden. Im Jahr 2020 haben wir über 382.307 Menschen geholfen. Im Jahr 2021 werden wir unsere Hilfsmaßnahmen auf den Bundesstaat Plateau ausweiten.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Nigeria ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

US-Amt für ausländische Katastrophenhilfe (OFDA)

Außenministerium des Vereinigten Königreichs (FCDO)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Auswärtiges Amt Deutschland (GFFO)

Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (DEVCO)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Equinor

Französische Entwicklungsbank (AFD)