Lesen Beschriftung Foto: Ingrid Prestetun/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in Nigeria

Gewalt und Unsicherheit zwingen Millionen Menschen in Nigeria zur Flucht aus ihrer Heimat.

Die humanitäre Lage

Die Krise in Nigeria ist durch brutale Gewalt gegen die Zivilbevölkerung geprägt, die zu akutem humanitärem Bedarf und Vertreibung führt. Im Nordosten des Landes hat der seit 13 Jahren andauernde Konflikt Leben, Infrastruktur, Grundversorgung und das soziale Gefüge zerstört.

In den Bundesstaaten Borneo, Adamawa und Yobe leben zwei Millionen Binnenvertriebene. Mehr als die Hälfte lebt in lokalen Gemeinden, was für diese aufgrund der ohnehin schon knappen Ressourcen eine große Belastung bedeutet. Der Zugang zu Lebensmitteln ist begrenzt, insbesondere in Borneo, wo die meisten Familien bereits mit einer kritischen Ernährungsunsicherheit konfrontiert sind. Die Zivilbevölkerung, darunter auch Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, ist nach wie vor das Ziel tödlicher Angriffe durch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen und die Transportwege sind weiterhin nicht sicher.

In den nordwestlich und nördlich-zentral gelegenen Regionen des Landes sind Gewalt und Vertreibung das Ergebnis von Streitigkeiten um Land und Ressourcen, die sich durch den Klimawandel noch verschärft haben. Kriminalität ist auf dem Vormarsch.

Es gibt kaum Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Kinder haben keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und stehen damit vor einer ungewissen Zukunft. Viele Familien haben ihre Papiere entweder auf der Flucht verloren oder nie welche bekommen, was ihnen den Zugang zu wichtigen Versorgungsleistungen erschwert.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe ist seit 2015 in Nigeria im Einsatz. Wir helfen konfliktbetroffenen Gemeinden, ihren Grundbedarf zu decken, ihre Existenzbedingungen zu verbessern, den Zugang zu Grundversorgungsleistungen zu sichern und ihre Widerstandsfähigkeit gegen künftige Krisen zu stärken. Dies geschieht durch unsere sechs Kernkompetenzen: Sauberes Wasser, Bildung, Unterkünfte, Rechtsberatung, Ernährungssicherheit und Flüchtlingslager.

NRC Flüchtlingshilfe leistet im Rahmen des Rapid Response Mechanism (Krisenreaktionsmechanismus) Soforthilfe beim Eintreten von Notsituationen. Im Jahr 2021 konnte NRC Flüchtlingshilfe über 269.000 Menschen unterstützen.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Nigeria ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Büro für Humanitäre Hilfe (BHA)

Außenministerium des Vereinigten Königreichs (FCDO)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Auswärtiges Amt Deutschland (GFFO)

Generaldirektion Internationale Partnerschaften (INTPA)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Humanitärer Fonds für Nigeria des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA NHF)

Französische Entwicklungsbank (AFD)

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