Lesen Beschriftung Sudanesische Geflüchtete im Südsudan warten auf Seife und neue Wasserbehälter. Foto: Christian Jepsen/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe im Südsudan

Im jüngsten Staat der Welt zwingt ein verheerender Konflikt weiterhin Millionen Menschen zur Flucht.

Die humanitäre Lage

Im Jahr 2011 erlangte der Südsudan die Unabhängigkeit vom Sudan und setzte damit einen Schlussstrich unter den längsten Bürgerkrieg Afrikas. Nach politischen Unstimmigkeiten zwischen Präsident Salva Kiir und dem früheren Vize-Präsidenten Riek Machar brach der gewaltsame Konflikt zwei Jahre später jedoch erneut aus. Seitdem waren über vier Millionen Menschen dazu gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Über zwei Millionen suchten in Nachbarländern Zuflucht und mehr als 1,9 Millionen sind im eigenen Land auf der Flucht.

Die Bürgerkriegsparteien unterzeichneten im September 2018 ein Friedensabkommen, das eine Teilung der Macht vorsah, und einigten sich am 12. Mai 2019 auf die Bildung einer Einheitsregierung. Der Prozess ging schleppend voran, was zu einer Verlängerung der Frist bis Ende 2019 führte, die schließlich erneut bis zum 22. Februar 2020 verlängert wurde.

Das Niveau der Ernährungsunsicherheit hat sich im Jahr 2019 weiter verschlechtert. Laut IPC (Integrated Food Security Phase Classification – eine fünfstufige Skala zur Bewertung von Ernährungssicherheit) befanden sich 60 Prozent der Bevölkerung zwischen Mai und Juli 2019 in IPC-Phase 3 (Krise). Diese Situation wurde durch die Überschwemmungen, die Ende 2019 mehr als fünf Bundesstaaten erfassten, weiter verschärft.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe ist sowohl in langfristigen als auch in akuten Notsituationen durch stationäre und mobile Hilfsmaßnahmen im Einsatz. Die bestehenden bürokratischen Hindernisse beeinträchtigen die Hilfeleistung jedoch erheblich, indem sie den Zugang zu den betroffenen Menschen einschränken und damit humanitäre Organisationen, einschließlich NRC Flüchtlingshilfe, in ihrer Arbeit behindern.

Unsere Notfallteams vor Ort leisten lebensrettende Hilfe. Unsere Sofort- und mobilen Nothilfe-Einsätze sind im Südsudan unsere wichtigsten Maßnahmen. Wir erreichen gefährdete Menschen in abgelegenen Gebieten, die schwer zugänglich sind.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

 

NRC Flüchtlingshilfe Südsudan ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Außenministerium Norwegen (NMFA)

Norwegisches Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Europäische Union

Humanitärer Fonds Südsudan (SSHF), verwaltet von UNDP

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

UN Habitat

Australian Aid

US-Amt für ausländische Katastrophenhilfe (OFDA)