Lesen Beschriftung Der größte Teil des Viertels liegt in Trümmern. Zehntausende Syrer sind immer noch vertrieben und haben kein Zuhause, in das sie zurückkehren können. Hunderte sind jedoch in das zurückgekehrt, was von ihren Häusern übrig geblieben ist, oder sind die ganze Zeit geblieben. Foto: Karl Schembri/NRC

Statement zur Syrienkonferenz

Veröffentlicht 31. Mrz 2021
Aussagen vom Generalsekretär des NRC, Jan Egeland, und dem Geschäftsführer von NRC Flüchtlingshilfe, Per Byman, als Reaktion auf die Syrien-Konferenz in Brüssel:

Jan Egeland: "Die heute versprochenen Mittel für humanitäre Hilfe in Syrien werden dringend benötigt, nachdem die Weltmächte diese Krise ein Jahrzehnt lang vor sich hergeschoben haben. Wir begrüßen die Zusagen, die die Hilfsgelder trotz wirtschaftlicher Not auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr gehalten haben. Dennoch ist es enttäuschend zu sehen, dass Großbritannien und die USA ihren Beitrag zu einer Zeit kürzen, in der syrische Familien mit einem noch nie dagewesenen Ausmaß an Hunger und Armut im eigenen Land und in der Region konfrontiert sind.

Die internationale Gemeinschaft hat es versäumt, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Kriegsparteien in Syrien davon abzuhalten, Zivilisten als Schachfiguren zu benutzen. Die Verstärkung der Hilfe ist das Minimum, was sie tun kann, um den Syrern beim Überleben und bei der Erholung zu helfen."

Deutschland ist mit Gesamtzusagen von 1,7 Mrd. EUR, oder 20% der beantragten Summe, der großzügigste Spender der Konferenz. Per Byman, Geschäftsführer von NRC in Deutschland, drückt seine Hochachtung für die deutsche Unterstützung aus:

"Wir möchten dem deutschen Auswärtigen Amt gegenüber unsere Anerkennung für die umfangreiche Unterstützung für Syrien und die Region ausdrücken. Andere Länder sollten dem Beispiel Deutschlands folgen und ihre humanitären Bemühungen verstärken, da der Bedarf an humanitärer Hilfe so groß ist wie nie zuvor. Humanitäre Hilfe wird jedoch die zugrunde liegende Krise nicht lösen und wir bitten die internationale Gemeinschaft, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einen Konflikt zu beenden, der seit über einem Jahrzehnt andauert."