Rekordzahlen

2020 halfen wir fast 12 Millionen Menschen

Unsere 15.000 Kolleginnen und Kollegen in 34 Ländern unterstützten im Jahr 2020 fast 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Nie zuvor in unserer 75-jährigen Geschichte hat NRC Flüchtlingshilfe so viele Menschen erreicht, die Hilfe und Schutz brauchten.

Es sind mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor. Rund um die Welt wurden über 80 Millionen Menschen durch Gewalt, Konflikte oder Verfolgung dazu gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Diese gefährdeten Menschen sind es, die von der Covid-19-Pandemie am härtesten getroffen wurden.

Seit im Frühjahr 2020 der Corona-Alarm losging, haben unsere Mitarbeitenden alles gegeben, um Vertriebene zu unterstützen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern. So konnten wir fast drei Millionen Menschen mehr erreichen als im Jahr zuvor.

This is NRC 2021

NRC Flüchtlingshilfe ist dankbar dafür, dass die Unterstützung, die wir von privaten und institutionellen Gebern erhalten, es uns ermöglicht, unsere Maßnahmen dem steigenden Bedarf anzupassen. Dennoch übersteigt der Bedarf die insgesamt für die humanitäre Arbeit zur Verfügung stehenden Mittel bei Weitem.

Helfen Sie uns, im Jahr 2021 noch mehr Menschen zu erreichen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Was wir im Jahr 2020 erreicht haben

Über 6,5 Millionen Menschen erhielten im Jahr 2020 Zugang zu sauberem Wasser und verbesserten sanitären und hygienischen Bedingungen. Dies ist besonders wichtig, um die Ausbreitung von Krankheiten, einschließlich Covid-19, zu verhindern.

Fast 1,9 Millionen Menschen erhielten Lebensmittelhilfe oder Unterstützung dabei, ein eigenes Einkommen zu erzielen, während wir 1,3 Millionen zu einer vorläufigen oder dauerhaften Unterkunft verholfen haben. Fast 1,8 Millionen erhielten Rechtsberatung, über 1,1 Millionen bekamen Unterstützung im Bereich Bildung und mehr als 300.000 Menschen lebten in Flüchtlingslagern, die von NRC Flüchtlingshilfe betrieben werden. Viele Vertriebene erhielten in mehreren Bereichen Unterstützung.

Länderübersicht

Afghanistan

762.076

Äthiopien

585.662

Bangladesh

23.880

Burkina Faso

101.331

Demokratische Republik Kongo

740.649

Dschibuti

27.498

Ecuador

147.527

El Salvador

5.292

Eritrea

43.242

Honduras

21.495

Irak

366.325

Iran

121.407

Jemen

1.122.453

Jordanien

211.690

Kamerun

341.178

Kenia

250.176

Kolumbien

388.366

Libanon

450.124

Libyen

18.908

Mali

317.706

Myanmar

132.714

Niger

29.843

Nigeria

648.615

Palästina

174.524

Panama

6.011

Somalia

1.447.232

Sudan

22.703

Südsudan

1.690.703

Syrien

581.532

Tansania

420.793

Uganda

265.648

Ukraine

248.420

Venezuela

101.231

Zentralafrikanische Republik

171.436

Top 3

Im vergangenen Jahr war NRC Flüchtlingshilfe in 34 der am meisten von Konflikten betroffenen Ländern auf vier Kontinenten im Einsatz. Dies sind die drei Länder, in denen wir 2020 den meisten Menschen helfen konnten:

Lesen Beschriftung Südsudan: Sakondo, Mitarbeiter bei NRC Flüchtlingshilfe, benutzt sein Megafon, um die Menschen auf einem Markt in Juba über Covid-19-Präventionsmaßnahmen zu informieren. Er ermutigt die Menschen, beim Ver- und Einkaufen Abstand zu halten und Masken zu tragen. Foto: Egily Hakim George/NRC Flüchtlingshilfe

Südsudan: 1.690.703 Menschen

Obwohl sich das Land derzeit in einer relativ stabilen Phase befindet, brauchen immer noch über sieben Millionen Menschen im ganzen Land – zwei Drittel der Gesamtbevölkerung – humanitäre Hilfe. Frauen und Kinder sind nach wie vor am stärksten betroffen. Fast vier Millionen Menschen sind durch die Krise weiterhin Vertriebene, entweder als Flüchtlinge in den Nachbarländern oder innerhalb des Südsudans.

NRC Flüchtlingshilfe leistete über einer Million Menschen Hilfe in Form von sauberem Wasser und verbesserten Sanitär- und Hygienebedingungen.

Über 490.000 Menschen erhielten von uns Lebensmittelhilfe oder Unterstützung dabei, ein eigenes Einkommen zu verdienen. Fast 38.800 bekamen Rechtsberatung und über 100.000 erhielten Hilfe im Bereich Bildung. Viele Vertriebene bekamen mehreren Arten von Unterstützung.

Lesen Beschriftung Somalia: Mercy Gitau ist in Somalia für unsere Wasser- und Hygieneprojekte verantwortlich. Hier ist sie bei einem Treffen mit der Anwohnerin Hali Said Jamal, die ihre Ziegen zu einer Wasserstelle führt, die im Distrikt Qardho von NRC Flüchtlingshilfe errichtet wurde. Foto: Ingrid Prestetun/NRC Flüchtlingshilfe

Somalia: 1.447.232 Menschen

Nach Angaben des Protection and Return Monitoring Network (PRMN) wurden in Somalia im vergangenen Jahr in Somalia durch Überschwemmungen, Konflikte und Dürren über eine Million Menschen vertrieben. Das sind die höchsten Zahlen seit 2016. In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 wurden bisher 112.000 Menschen vertrieben, 34 Prozent davon infolge einer Dürre.

NRC Flüchtlingshilfe versorgte über eine Million Menschen mit sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygienemaßnahmen. Mehr als 152.000 erhielten Lebensmittelhilfe oder Unterstützung beim Erzielen eines eigenen Einkommens. Über 13.000 bekamen eine vorläufige oder dauerhafte Unterkunft, fast 163.000 erhielten Rechtsberatung und über 135.000 Unterstützung im Bereich Bildung. Viele bekamen mehrere Formen von Hilfe.

Lesen Beschriftung Jemen: NRC Flüchtlingshilfe-Generalsekretär Jan Egeland besucht ein Krankenhaus für unterernährte Kinder in Haddscha im Nordjemen. Hier besucht er ein neunjähriges Mädchen, das infolge ihrer Mangelernährung nicht mehr laufen kann. Ihre Mutter erzählte Egeland, sie könne das Essen nicht bezahlen und ihre Rationen hätten sich im letzten halben Jahr halbiert. Foto: Michelle Delaney/NRC Flüchtlingshilfe

Jemen: 1.122.453 Menschen

Die Vereinten Nationen bezeichnen den Jemen als „schwerste humanitäre Krise der Welt“. Das Land wird seit sechs Jahren durch einen Krieg verwüstet und die Lage hat sich durch die Covid-19-Pandemie noch weiter zugespitzt.

Über 120 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Schätzungsweise über 12 Millionen davon haben akuten Bedarf, über die Hälfte sind Kinder. Diese Menschen befinden sich in einer schweren Krise und haben kaum das Nötigste zum Überleben. Die dringlichsten Probleme sind Ernährungsunsicherheit und Unterernährung. Über 16 Millionen Menschen – die Hälfte der Bevölkerung – werden in diesem Jahr voraussichtlich hungern müssen.

Im Jemen hat NRC Flüchtlingshilfe im Jahr 2020 über 683.000 Menschen mit sauberem Wasser und verbesserten sanitären und hygienischen Bedingungen unterstützt. Dies ist von entscheidender Bedeutung bei der Bekämpfung von Krankheiten, einschließlich Covid-19.

Über 438.000 Menschen bekamen Lebensmittelhilfe oder Unterstützung beim Erzielen eines eigenen Einkommens. 38.000 versorgten wir mit einer vorläufigen oder dauerhaften Unterkunft. Über 201.000 erhielten Rechtsberatung und 34.000 Hilfe im Bildungsbereich. Viele Vertriebene bekamen in mehreren Bereichen Unterstützung. Über 13.000 Menschen lebten in Lagern, die von NRC Flüchtlingshilfe betrieben werden.