Lesen Beschriftung Foto: Christian Jepsen/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in der Demokratischen Republik Kongo

Die Krise in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich und die Zahl der Vertriebenen erreicht historisch hohe Werte. NRC Flüchtlingshilfe ist bestrebt, den betroffenen Menschen zu helfen.

Die humanitäre Lage

Zwischen Januar und Juni 2020 gab es in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) nach Angaben des International Displacement Monitoring Centre (IDMC) 1.427.000 neue Vertreibungen, die mit Konflikt und Gewalt in Zusammenhang standen, sowie 349.000 als Folge von Naturkatastrophen.

Mit 5,5 Millionen Binnenvertriebenen, 2,16 Millionen zurückgekehrten Binnenvertriebenen und Flüchtlingen und schätzungsweise 530.000 Geflüchteten und Asylsuchenden aus Burundi, der Zentralafrikanischen Republik, Ruanda und dem Südsudan ist die DR Kongo die zweitgrößte Vertreibungskrise der Welt.

Die Integrated Food Security Phase Classification (IPC – eine fünfstufige Skala zur Bewertung von Ernährungssicherheit) geht davon aus, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2021 insgesamt 19,6 Millionen Kongolesinnen und Kongolesen einer schweren Ernährungsunsicherheit ausgesetzt sind, die IPC-Phase 3 oder 4 (Krise, bzw. Notsituation) entspricht. Schätzungen zufolge haben lediglich 43 Prozent der Bevölkerung der DR Kongo Zugang zu Trinkwasser und nur 29 Prozent zu besseren sanitären Einrichtungen.

Der DR Kongo Shelter Cluster meldete zwischen 2019 und 2020 beim Bedarf an Unterkünften einen Anstieg um 1,7 Millionen Menschen. Der überarbeitete humanitäre Reaktionsplan (HRP) schätzt, dass 5,1 Millionen Menschen keine menschenwürdigen Unterkünfte haben, wobei der Bedarf im Osten am höchsten ist.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Im Jahr 2020 unterstützten unsere Teams in der DR Kongo 699.361 Menschen in Not. Unsere Programme sind darauf ausgelegt, Familien über den gesamten Vertreibungszeitraum hinweg Hilfe und Schutz zu bieten.

NRC Flüchtlingshilfe bietet eine Sektor übergreifende Soforthilfe (Bargeldhilfe, Notunterkünfte, Wasser und Bildung in Notsituationen), Unterstützung bei langfristiger Vertreibung (Sicherung des Zugangs zu Land, Übergangsunterkünfte) und, wenn möglich, Unterstützung für Zurückkehrende oder Integration vor Ort. NRC Flüchtlingshilfe hat Kompetenzen entwickelt, die dabei helfen, Spannungen in den Gemeinden abzubauen und mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten, um Alternativen zu gewalttätiger Konfliktlösung zu finden.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe DR Kongo ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber
  • Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (DEVCO)
  • Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)
  • Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)
  • Norwegisches Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)
  • Schwedische Botschaft in der DR Kongo
  • Kanadisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Handel und Entwicklung (GAC)
  • US Büro für Humanitäre Hilfe (BHA)
  • Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)
  • Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)
  • Dienst für außenpolitische Instrumente (FPI)
  • Außenministerium des Vereinigten Königreichs (FCDO) via SAFER consortium