Lesen Beschriftung Halimo ist Mutter von vier Jungen und wohnt im Ali Adde Flüchtlingslager. Sie wurde in Mogadishu geboren, floh jedoch, nachdem 1991 bewaffnete Gewalttaten ausgebrochen waren. Foto: Nashon Tado/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in Dschibuti

Am Horn von Afrika beherbergt Dschibuti Zehntausende Geflüchtete aus der gesamten Region.

Die humanitäre Lage

Konflikte, Trockenheit und Gewalt am Horn von Afrika haben viele Menschen dazu gezwungen, in Dschibuti Schutz zu suchen. Seine Lage macht Dschibuti zudem zum Transitland und zur Hauptroute für Migrationsströme in Richtung Jemen und darüber hinaus.

In Dschibuti leben derzeit rund 31.096 Flüchtlinge und Asylsuchende – die meisten aus Somalia, Äthiopien, Eritrea und in jüngster Zeit auch Kriegsflüchtlinge aus dem Jemen. Die harten klimatischen Bedingungen, Dürren und Überschwemmungen zwingen weiterhin Menschen zur Flucht aus der Region und treiben sie über die Grenze nach Dschibuti.

Das Land hat mit mehreren Krisen zu kämpfen, darunter wiederkehrende Dürren, Heuschreckenplagen, Überschwemmungen sowie Malaria- und Chikungunya-Epidemien. Die Covid-19-Pandemie hat das Gesundheitssystem des Landes massiv überfordert und bedeutet für die vielen ohnehin schon sehr armen Familien eine zusätzliche wirtschaftliche Belastung.

Die Überlastung der schwachen Versorgungsleistungen in den Lagern, in ländlichen Gebieten und Städten führt dazu, dass immer weniger Menschen Zugang zu Grundversorgung und Wasser haben.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Wir leisten lebensrettende Hilfe für Geflüchtete, Gastgebergemeinden und Binnenvertriebene und arbeiten eng mit anderen regionalen Landesbüros zusammen.

In Dschibuti leisten wir Krisenhilfe und unterstützen die Oper katastrophen- und klimabedingter Vertreibung, von der sowohl Geflüchtete als auch dschibutische Staatsangehörige betroffen sind. Im Jahr 2017 veröffentlichten wir einen Bericht, in dem wir die dschibutische Regierung dazu anhielten, Geflüchteten eine Arbeitserlaubnis zu erteilen. Mittlerweile wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das Flüchtlingen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Arbeit ermöglicht.

Während der Sturmfluten im November 2019 und April 2020 spielten wir eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Soforthilfe für die Opfer. Um die nationale Flüchtlingshilfe besser unterstützen zu können, hat NRC Flüchtlingshilfe den Tagesbetrieb der Wasser- und Sanitärversorgung an das Ministerium für Wasserressourcen übergeben und bietet dem Ministerium technische Unterstützung, um sicherzustellen, dass Geflüchtete und ihre Gastgebergemeinden weiterhin zuverlässig versorgt werden.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Dschibuti ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber
  • Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)
  • Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)
  • Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)
  • Norwegisches Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)
  • Julia Taft/US-Botschaft in Dschibuti