Lesen Beschriftung Viento Libre (“freier Wind”) ist ein Viertel, in dem ein großes Risiko besteht, von bewaffneten Gruppen rekrutiert zu werden. Die Mitarbeitenden von NRC Flüchtlingshilfe setzen sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche einen sicheren Ort zum Lernen und für sonstige Aktivitäten haben. Foto: Edgar León/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe in Kolumbien

Durch einen sechs Jahrzehnte andauernden bewaffneten Konflikt entstand in Kolumbien die längste und schwerste humanitäre Krise Amerikas. Seit 1991 ist NRC Flüchtlingshilfe in Kolumbien vor Ort, wo Millionen Menschen gewaltsam vertrieben wurden.

Diese Seite behandelt unsere Arbeit in Kolumbien, Ecuador und Panama.

Die humanitäre Lage 

Der mittlerweile seit 60 Jahren anhaltende bewaffnete Konflikt in Kolumbien zwingt immer noch Hunderttausende Menschen zur Flucht. Der neuerliche Ausbruch von Gewalt, Unfälle mit Landminen, sexualisierte Gewalt und Zwangsrekrutierung sowie Ermordungen von ehemaligen Kämpfern, Menschenrechtlern und sozialen Führern von Gemeinden, die durch den jahrzehntelangen Konflikt verwüstet wurden, sind nach wie vor die größten Bedrohungen für den Frieden in Kolumbien seit der Unterzeichnung des wegweisenden Friedensabkommens im Jahr 2016.

Nach Syrien lebt in Kolumbien die zweitgrößte Gruppe an Binnenvertriebenen der Welt. Fast fünf Millionen Menschen sind von humanitärer Hilfe abhängig. Über 190.000 Kolumbianerinnen und Kolumbianer flohen in die Nachbarländer Ecuador, Panama und Venezuela. 

Derweil leben in Kolumbien etwa 1,7 Millionen Menschen, die vor der wachsenden humanitären Krise im benachbarten Venezuela geflohen sind.

Des Weiteren hat NRC Flüchtlingshilfe einen beträchtlichen Anstieg des Bedarfs an humanitärer Soforthilfe beobachtet, die den sozioökonomischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geschuldet sind.

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Wir leisten Nothilfe und langfristige Unterstützung für Binnenvertriebene in den ländlichen Gebieten, wo die Behörden sich schwertun, Hilfe bereitzustellen, und in den Städten, wo der Großteil der kolumbianischen Vertriebenen Zuflucht gesucht hat. Außerdem unterstützen wir den Prozess der Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer ins zivile Leben und die Selbstverwaltung, Integration und Stabilisierung der vom bewaffneten Konflikt betroffenen Gebiete.

Die Krise in Venezuela hat überdies viele Menschen dazu veranlasst, humanitäre Hilfe in anderen Ländern zu suchen. Wir setzen einen länderübergreifenden Aktionsplan (Kolumbien – Panama – Ecuador) um, um darauf zu reagieren. Derzeit unterstützt NRC Flüchtlingshilfe venezolanische Migrierende und Geflüchtete in Peru durch unseren Partner Encuentros – Servicio Jesuita de Solidaridad.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Kolumbien ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Spender

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Norwegische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

Büro für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration (BPRM)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Botschaft des Vereinigten Königreichs

Norwegische Botschaft

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Dubai Cares

Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (DEVCO)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung (USAID)