Lesen Beschriftung Foto: Alvhild Stromme/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe im Jemen

Der Jemen repräsentiert derzeit die größte humanitäre Krise der Welt.

Die humanitäre Lage

Die Krise im Jemen ist derzeit die schwerste humanitäre Katastrophe der Welt. Sieben Jahre verheerender Krieg, wirtschaftlicher Verfall und der Zusammenbruch der öffentlichen Versorgung haben dazu geführt, dass 24 Millionen Menschen zum Überleben auf Schutz oder humanitäre Hilfe angewiesen sind. Häuser, Bauernhöfe, Krankenhäuser, Schulen und Wassersysteme wurden beschädigt oder zerstört. Ein Drittel der Bevölkerung – zehn Millionen Menschen – stehen kurz vor einer Hungersnot. Darüber hinaus erlebt der Jemen seit 2018 den schwersten Cholera-Ausbruch der jüngeren Geschichte.

Die verheerende humanitäre Lage ist eine vollkommen von Menschen gemachte Katastrophe. Das Stockholmer Übereinkommen 2018 war ein Hoffnungsschimmer, leider ist der Prozess seitdem jedoch ins Stocken geraten, begleitet von weiteren Konflikten im Süden, die im Riad-Abkommen ihren vorläufigen Abschluss fanden.

Trotz einer vorübergehenden Deeskalation Ende 2019 und der Ankündigung mehrerer Waffenstillstände gehen die Kämpfe weiter und haben über 3,5 Millionen Jemenitinnen und Jemeniten aus ihrer Heimat vertrieben.

Da die politische Lage nach wie vor extrem instabil ist und die Wirtschaft weiter einbrechen dürfte, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft die 80 Prozent der Bevölkerung, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, weiterhin unterstützt.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe Jemen unterstützt Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, die Gemeinden, die sie aufgenommen haben sowie diejenigen, die zurückkehren, um ihr Leben wieder aufzubauen.

Häufig sind wir die erste Organisation, die auf eine auftretende Krise reagiert. Wir leisten nicht nur lebensrettende Nothilfe, sondern setzen uns auch für dauerhafte Lösungen ein, wie etwa das Schaffen neuer Lebensgrundlagen. Wo immer es möglich ist, verwenden wir lokale Produkte und Arbeitskräfte und nutzen die Fähigkeiten, die in den von uns unterstützten Gemeinden bereits vorhanden sind.

Der anhaltende Konflikt und die ständigen bürokratischen Hindernisse – verstärkt durch die Covid-19-Pandemie – verschärfen die Krise weiter und machen es für alle humanitären Gruppen schwierig, die betroffenen Gemeinden mit Hilfe zu erreichen.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Jemen ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

UK Aid

Europäische Union

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP)

Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Auswärtiges Amt Deutschland (GFFO)

Französisches Außenministerium (FMFA)

Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA)