Lesen Beschriftung Foto: Ingrid Beauquis/NRC

NRC Flüchtlingshilfe in der Zentralafrikanischen Republik

Die internationalen Bemühungen in der Zentralafrikanischen Republik sind unbeständig. Die humanitäre Hilfe ist unzureichend und rückläufig. NRC Flüchtlingshilfe erklärte das Land im Jahr 2018 zu einer der weltweit am meisten missachteten Krisen.

Die humanitäre Lage

Seit 2013 ist die Zentralafrikanische Republik Opfer eines Konflikts, der sowohl zum Tod von Tausenden Menschen als auch zu massiven Bevölkerungsbewegungen geführt hat. Im Februar 2019 wurde ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und 14 bewaffneten Gruppen unterzeichnet. Im Zuge der Wahlen im Dezember 2020 verschlechterte sich die Situation jedoch gravierend. Eine Koalition bewaffneter Gruppen, Unterzeichner des Friedensabkommens, startete eine Serie von Angriffen im ganzen Land und in den Außenbezirken von Bangui.

Dieser neue Konflikt hatte zusätzlich zu den über 600.000 Binnenvertriebenen und 600.000 Flüchtlingen im Land zu mehr als 100.000 neue Vertriebene zur Folge. Über die Hälfte der Bevölkerung – 2,8 Millionen Menschen – brauchen humanitäre Hilfe und Schutz.

Mit einer Alphabetisierungsrate von 37 Prozent und einer Lebenserwartung von 53 Jahren rangiert die Zentralafrikanische Republik auf dem Index der menschlichen Entwicklung auf dem zweitletzten Platz. 30 Prozent der Kinder werden zu Kinderarbeit gezwungen. Da der gewalttätige Konflikt anhält, haben gefährdete Bevölkerungsgruppen nur begrenzten Zugang zu Grundrechten, Schutz und Unterstützung. Humanitäre Hilfe ist nach wie vor eine wichtige Versorgungsquelle.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Die Zentralafrikanische Republik ist für humanitäre Hilfskräfte eins der gefährlichsten Länder der Welt. Im Jahr 2020 stieg die Anzahl der Zwischenfälle gegen Mitarbeitende von Hilfsorganisationen um 39 Prozent. Dennoch sorgen wir dafür, dass unsere integrierte, Sektor übergreifende Hilfe allen Gemeinden gleichermaßen zugutekommt. Wir versuchen, uns auf schwer erreichbare Regionen zu konzentrieren, in denen weniger Organisationen vor Ort sind, und streben nachhaltige Unterstützung an.

Im Jahr 2020 war unser Landesbüro in acht Präfekturen im Einsatz. NRC Flüchtlingshilfe setzt sich auch für den Schutz und die Rechte der Menschen ein, die vom Konflikt betroffen sind, und konzentriert sich dabei auf Haus-, Land- und Eigentumsrechte.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Zentralafrikanische Republik ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Französische Entwicklungsbank (AFD)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Education Cannot Wait

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Büro für humanitäre Hilfe (BHA)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) für den Humanitarian Pooled Fund

Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP)