Lesen Beschriftung Vertriebene Menschen von Mosul und Umgebung im Hasan Sham Camp, wo NRC Flüchtlingshilfe Nothilfe leistet: Essenspakete, Wasser und Hygieneartikel sowie Schulunterstützung und sichere Orte für Kinder. Foto: Hussein Amri/NRC Flüchtlingshilfe

NRC Flüchtlingshilfe im Irak

Die humanitäre Krise im Irak bleibt eine der größten und unbeständigsten der Welt.

Die humanitäre Lage

Im wurde Irak aufgrund des Konflikts zwischen den Koalitionskräften und dem sogenannten Islamischen Staat eine nie da gewesene Anzahl Menschen vertrieben. Von den über sechs Millionen Irakerinnen und Irakern, die seit 2014 aus ihrer Heimat fliehen mussten, sind 1,2 Millionen weiterhin Vertriebene im eigenen Land.

Über 4,8 Millionen irakische Vertriebene sind bereits in ihre Heimatregionen zurückgekehrt. Humanitäre Organisationen sind der Ansicht, dass die Rückkehr für viele dieser Menschen verfrüht, unsicher oder unfreiwillig war. Viele leben nun in Gebieten, in denen es an grundlegender Infrastruktur, Versorgungsleistungen und Möglichkeiten zur Sicherung ihres Lebensunterhalts mangelt oder die noch nicht von Sprengkörpern gesäubert wurden. Zu den größten Problemen zählt der Mangel an Sicherheit, an Akzeptanz durch die Gemeinde, an Unterbringungsmöglichkeiten, an Eigentum und Bildung sowie fehlende Ausweispapiere.

Die humanitäre Gemeinschaft schätzt, dass über 4,1 Millionen Irakerinnen und Iraker im Jahr 2021 humanitäre Hilfe brauchen werden. Die humanitären Hilfsorganisationen forderten für dieses Jahr ursprünglich rund 500 Millionen Euro, um die Menschen im Irak zu unterstützen.

Nachdem die Militäroperationen gegen den sogenannten Islamischen Staat weitgehend abgeschlossen sind, steht die irakische Regierung nun vor neuen Herausforderungen, darunter die Bewältigung ziviler Unruhen, die Milderung der Auswirkungen von Covid-19 sowie eine durch die gesunkenen Ölpreise und die verminderte Produktivität geschädigte Wirtschaft.

 

Der Einsatz von NRC Flüchtlingshilfe

Wir unterstützen innerhalb des Landes vertriebene Irakerinnen und Iraker, syrische Geflüchtete und Gastgebergemeinden, wobei wir uns auf diejenigen konzentrieren, die seit Längerem in Lagern, inoffiziellen Siedlungen und Rückkehrgebieten leben, mit besonderem Fokus auf schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen.

Wir verlagern unseren Schwerpunkt nach und nach in Richtung eines Programms zum frühen Wiederaufbau, das auf nachhaltige Entwicklung abzielt, um den von Vertreibung betroffenen Bevölkerungsgruppen zu helfen, während wir gleichzeitig unsere Kapazitäten erhalten, um auf Notfälle reagieren zu können.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite. Details zu NRC-Projekten, die von deutschen Gebern finanziert werden, finden Sie unter Partner und institutionelle Geber.

NRC Flüchtlingshilfe Irak ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium (NMFA)

Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

Büro des US-Außenministeriums für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration (PRM)

Regionaler Treuhandfonds der Europäischen Union (MADAD, NEAR)

US-Amt für ausländische Katastrophenhilfe (OFDA)

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

Außenministerium des Vereinigten Königreichs (FCDO)

Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (DEVCO)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Australisches Außenministerium (DFAT)

Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Regionales Entwicklungs- und Schutzprogramm (RDPP)

Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)

Belgisches Außenministerium (BMFA)

Kanadisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Handel und Entwicklung (GAC)

Privatfonds (Equinor)