A man in a reflective vest and a woman in a beige vest is standing next to each other. In front of them are two big soup terrines. They are standing in a large tent.
Lesen Beschriftung Sorin und Liliia helfen ukrainischen Geflüchteten, die über die Grenze nach Nordrumänien gekommen sind. Liliia ist selbst erst vor zwei Wochen aus ihrer Heimat in der Ukraine geflohen. Nun arbeitet sie für NRC und hilft uns, unsere Maßnahmen an der Grenze zu Rumänien zu verstärken. Foto: Ingrid Prestetun/NRC Flüchtlingshilfe

Krise in der Ukraine: NRC erweitert Hilfsmaßnahmen mit Partnern vor Ort

Veröffentlicht 23. Mrz 2022
NRC erweitert die Hilfsmaßnahmen innerhalb der Ukraine und in den Nachbarländern, um den Zehntausenden Menschen zu helfen, die zur Flucht gezwungen sind. Im Laufe der vergangenen drei Wochen hat NRC zusätzliche Nothilfeteams in die Ukraine sowie nach Polen, Moldawien und Rumänien geschickt.

Seit dieser Woche hält NRC gemeinsam mit lokalen Partnern für Hunderte Menschen in Lwiw, Westukraine, Empfangszentren und warme Mahlzeiten bereit. Am Warschauer Hauptbahnhof wird zusammen mit Partnern ein Transitzentrum eingerichtet und betrieben.

Teams von NRC bieten Informationen und Rechtsberatung an, um ukrainischen und nicht-ukrainischen Vertriebenen Schutz zu gewähren und ihnen den Zugang zu Grundversorgungsleistungen an verschiedenen Orten im ganzen Land zu ermöglichen, auch in den östlichen und westlichen Regionen.

 

„Die Lage von Millionen Menschen in der Ukraine wird von Tag zu Tag verzweifelter. Daher organisieren wir Lebensmittel, Wasser, sanitäre Einrichtungen, Unterkünfte und Rechtsberatung. Vor allem aber brauchen die gefährdeten Familien Schutz vor dem gnadenlosen Bomben- und Granatenbeschuss“, sagt NRC-Generalsekretär Jan Egeland.

NRC arbeitet in Polen, Moldawien und Rumänien mit einer großen Anzahl nationaler Partner zusammen, um sicherzustellen, dass ukrainische Geflüchtete einen sicheren Schlafplatz haben, Kinder zur Schule gehen können und Familien Zugang zu den vorhandenen nationalen Sozialsystemen haben.

In den kommenden Wochen wird NRC Tausenden vertriebenen Müttern und Vätern Bargeld zur Verfügung stellen, damit sie den Grundbedarf ihrer Familien decken können, sowohl für Menschen innerhalb der Ukraine als auch für Flüchtlinge im Ausland. Es wurden Vereinbarungen mit Finanzdienstleistern und Partnerorganisationen getroffen und in der Ukraine und in Polen wurden Bedarfsanalysen durchgeführt.

NRC hat außerdem mit grenzübergreifenden Maßnahmen in die Ukraine über die Nachbarländer begonnen und entlang der Evakuierungsrouten bereits Lebensmittel und andere Hilfsgüter bereitgestellt.

„Unsere mutigen Kolleginnen und Kollegen arbeiten Tag und Nacht unter Extrembedingungen, um den wachsenden Bedarf der erschöpften Kinder, Frauen und Männer zu decken. Wir haben alle unsere Privatspenden und die von der norwegischen Regierung bereitgestellten Mittel in Höhe von 15,4 Millionen Euro für die Hilfe für die Vertriebenen und vom Konflikt betroffenen Ukrainerinnen und Ukrainer eingesetzt und gebunden. Ohne eine schnelle Finanzierung durch weitere Geberländer werden uns im April die Mittel ausgehen, um unsere Nothilfemaßnahmen fortzusetzen“, sagt Egeland.

Bisher ist NRC Partnerschaften mit 15 lokalen Organisationen in der Ukraine, Polen, Moldawien und Rumänien eingegangen, die in der Lage sind, effiziente Hilfe zu leisten. NRC wird auch Schulungen für eine wirksame Reaktion im Einklang mit den humanitären Grundsätzen anbieten.

Der regionale Krisenreaktionsplan von NRC sieht vor, in den kommenden sechs Monaten 800.000 Menschen mit Gesamtkosten von 74,4 Millionen Euro zu unterstützen. Die Organisation benötigt zusätzliche 59 Millionen Euro, um ihre Einsatzziele in der gesamten Region zu erreichen.

NRC Flüchtlingshilfe ist Teil der internationalen und unabhängigen humanitären Organisation Norwegian Refugee Council (NRC).

Hinweise für die Redaktion:
  • NRC ist seit 2014 in den vom Konflikt betroffenen Teilen der Ukraine im Einsatz und unterstützt über 700.000 Menschen in den Bereichen Rechtsberatung, Ernährungssicherheit, Wasser und sanitäre Einrichtungen, Hygiene und Unterkünfte.
  • Nach der Eskalation des Konflikts am 24. Februar wurde das NRC-Team, das aus fast 70 Mitarbeitenden besteht, in Teile der Ukraine versetzt, in denen es eine große Anzahl Geflüchteter gibt. Das Team arbeitet daran, die Hilfe auszuweiten, um den Bedarf dieser Menschen zu decken. Nach Angaben von UN OCHA sind mindestens 1,85 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht.
  • Am 7. März stellte NRC einen regionalen Krisenreaktionsplan vor, der vorsieht, 800.000 Menschen in der Ukraine, Polen, Rumänien und Moldawien zu unterstützen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 74,4 Millionen Euro (82 Millionen US-Dollar) für sechs Monate. Der Schwerpunkt liegt auf der Hilfe für Menschen in der Ukraine, der grenzübergreifenden Hilfe, der Unterstützung von Flüchtlingen in Polen, Rumänien und Moldawien sowie auf gezielter Lobbyarbeit.

 

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