Human Rights Film Festival: Internationales Programm mit Utopien und kritischen Momentaufnahmen

Veröffentlicht 15. Aug 2019
Starke Frauen, der Alltag geflüchteter Menschen, die Folgen des Klimawandels und Journalismus als Widerstand: Das von Aktion gegen den Hunger organisierte Human Rights Film Festival Berlin(18. bis 25. September) präsentiert sich in seinem zweiten Jahr noch internationaler. Erstmalsvergeben drei hochkarätige Jurys aus Film, Medien und Zivilgesellschaft dotierte Preise. Ebenso neu sind die gewonnenen Partnerschaften mit Save the Children und NRC Flüchtlingshilfe Deutschland.

Vom 18. bis 25. September nimmt das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) das Berliner Publikum auf eine cineastische Weltreise durch 40 handverlesene Dokumentarfilme aus 38 Ländern mit, darunter kritische und utopische Arbeiten sowie Highlights der aktuellen Festivalsaison und der deutschen Nachwuchsszene. Viele der vorgestellten neuen Positionen, unter denen sich insgesamt 16 Deutschlandpremieren befinden, werden nicht im Rahmen des regulären Kinobetriebs zu sehen sein – umso wichtiger ist es, eine Plattform für den Austausch zwischen Filmproduzierenden und Öffentlichkeit zu schaffen und die zum Nachdenken anregenden und emotional berührenden Arbeiten zu honorieren.

Hochkarätige Jurys und drei innovative Preise
Zum ersten Mal werden beim Human Rights Film Festival Berlin drei Preise verliehen. Der in Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung vergebene Willy-Brandt- Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte prämiert den besten langen Dokumentarfilm im Programm. Unter den zehn nominierten Filmen befinden sich vier Deutschlandpremieren: „Eating up Easter“ von Sergio Mata’u Rapu, „The Prosecutors“ von Leslie Martin, „Bellingcat – Truth in a Post-Truth World“ von Hans Pool und „Novaya“ von Askold Kurov. Die Jury setzt sich aus Marion Döring (Präsidentin der Europäischen Filmakademie), Fred Abrahams (Associate Program Director, Human Rights Watch), der Regisseurin und Produzentin Karin Albers (Almafilm), Martina Dase (Kommunikationsdirektorin von Save the Children Deutschland) und Malte Mau (Kommunikationsleitung der Bundeskanzler-Willy- Brandt-Stiftung) zusammen. Der Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte wird vom Historiker Peter Brandt, dem Sohn Willy Brandts, persönlich überreicht.

Die Filmschaffenden des Festivals sollen zudem mit dem vom Auswärtigen Amt gestifteten Sustainable Impact Award bei ihren kommenden Projekten unterstützt werden. Bewerben können sich die Mitglieder aller Filmteams mit innovativen Konzepten. Der Award wird von den Jurymitgliedern Selmin Çalışkan (Direktorin für Institutionelle Beziehungen der Open Society Foundations Berlin), Marie Steinmann-Tykwer (One Fine Day e.V) und Per Byman (Managing Director der NRC Flüchtlingshilfe Deutschland) übergeben.

Auch die Zukunft des Films wird mitbedacht: Zusammen mit der UNO-Flüchtlingshilfe zeichnet das Human Rights Film Festival mit dem Human Rights Film Festival Berlin Kurzfilmpreis Filmschaffende unter 24 Jahren aus, die Beiträge zum Thema „Menschenrechte?!“ eingereicht hatten. Die überzeugendsten Beiträge werden von der Jury aus Filmproduzent und Regisseur Dirk Wilutzky, der für seine Arbeit an „Citizenfour“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, Sophia Oppermann (Geschäftsführerin von Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.), dem Journalisten Stephan Lamby (ECO Media TV-Produktion GmbH), den Schauspielern Adnan Maral und Gunnar Solka, Anetta Kahane (Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung), Bernhard von Grünberg (Vorstand UNO-Flüchtlingshilfe) und Jabora Speder (FSJlerin bei Aktion gegen den Hunger) ausgewählt.

Ergänzend zum Programm wird es außerdem Industry-Talks mit Persönlichkeiten aus der Filmbranche, Politik und Zivilgesellschaft sowie Schulvorführungen geben.

Mehr unter www.humanrightsfilmfestivalberlin.de/.