Sudan: Die größte Vertreibungskrise der Welt

Der Krieg im Sudan hat mittlerweile mehr als 13 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Damit ist dies eine der größten und am schnellsten wachsenden Krisen der Welt. Vertriebene Familien sind innerhalb des Landes auf der Flucht oder haben in Nachbarländern wie dem Tschad Zuflucht gefunden.
Da die Grundversorgung und die Wirtschaft zusammenbrechen und die Konfliktparteien den Zugang zu Nahrungsmitteln und lebensnotwendigen Gütern weiterhin einschränken, sind fast 29 Millionen Menschen im Sudan von akutem Hunger bedroht und benötigen dringend humanitäre Hilfe.
Im Jahr 2025 haben wir im Sudan über 1,3 Millionen Menschen mit humanitärer Hilfe erreicht.
Palästina: Eine anhaltende humanitäre Katastrophe

Im Oktober 2025 trat in Gaza ein fragiler Waffenstillstand in Kraft. Bis zum Jahresende stieg die offizielle Zahl der Todesopfer in Gaza auf über 70.000, wobei sie mit der Bergung weiterer Menschen aus den Trümmern kontinuierlich anstieg. Mehr als 170.000 Menschen erlitten Verletzungen. Rund 1,9 Millionen Menschen – etwa 90 Prozent der Bevölkerung – wurden gewaltsam vertrieben, oft mehrfach.
Die anhaltenden Restriktionen durch die israelischen Behörden verschärfen die humanitäre Krise weiter. Die Zivilbevölkerung benötigt nach wie vor dringend Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte, sauberes Wasser und andere wichtige Hilfe.
Im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalems, ist die größte Vertreibungskrise seit 1967 im Gange. Im vergangenen Jahr führten israelische Militäroperationen, Gewalt durch Siedler*innen, Zugangsbeschränkungen und Zerstörungen dazu, dass mehr als 35.000 Palästinenser*innen aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Durch unsere Programme in Palästina haben wir im Jahr 2025 fast 600.000 Menschen unterstützt.
Vier Jahre Krieg in der Ukraine

Als sich der Konflikt im Jahr 2022 weiter verschärfte, wurden Millionen Menschen innerhalb des Landes und über die Landesgrenzen hinweg vertrieben. Zahlreiche Menschen lebten weiterhin in unsicheren Gebieten und waren ständigem Beschuss und Angriffen ausgesetzt.
Im Jahr 2025 intensivierte und weitete sich der Krieg erneut aus und schwächte die Zivilbevölkerung zunehmend. Einige Dörfer und Städte sind seither unbewohnbar. Schätzungsweise 2,5 Millionen Familien haben keine geeignete Unterkunft.
Jenen, die im Land geblieben sind, fehlt es oft an der grundlegenden Versorgung, da Angriffe auf die lokale Infrastruktur die Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung unterbrochen haben. Oft haben Menschen Schwierigkeiten, Zugang zu Lebensmitteln, sicherem Wohnraum, Gesundheitsversorgung und wichtigen Ausweisdokumenten zu erhalten.
Im Jahr 2025 unterstützte das NRC über 341.000 Menschen in der Ukraine.
Der humanitäre Bedarf ist nach wie vor groß
Während die Mittel für die weltweite Hilfe immer weiter sinken, wächst der Bedarf aufgrund neuer, langanhaltender Krisen zunehmend.
Dank der Unterstützung von Spender*innen wie Ihnen können wir Menschen auf der Flucht auch weiterhin mit Bildung, Unterkünften, Rechtsberatung und anderer dringend benötigter Hilfe zur Seite stehen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen!